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Spielkreisel
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top
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Der Spielkreiselcite-ref-1[1] ist in der Kreiseltheorie ein Kreisel, der im Schwerefeld der Erde in keinem Punkt festgehalten auf einem ebenen, waagerechten Untergrund und diesen nur in einem Punkt berĂŒhrend tanzt, siehe Bild. Von besonderer Bedeutung sind die dargestellten symmetrischen Kreisel, bei denen der Massenmittelpunkt auf der Figurenachse liegt.
Solche Kreisel können Drehungen um die vertikale Figurenachse und regulĂ€re PrĂ€zessionen relativ lange ausfĂŒhren, sofern sie stabil sind. Zwischen den stabilen Lagen streben Kreisel eine von ihnen in einem instationĂ€ren Ablauf ancite-ref-rauch352-2-0[2]. Beim schnellen Stehaufkreisel ist die hĂ€ngende lotrechte Position instabil, die aufrechte stabil und eine regulĂ€re PrĂ€zession dazwischen nicht möglich. Deshalb richtet sich dieser Kreisel auf. Die treibende Kraft ist dabei die Reibung am Aufstandspunkt. Die Beschreibung der Bewegungen, Existenz und StabilitĂ€t deren Sonderformen, sowie die sie beeinflussenden Reibeffekte sind Gegenstand der Theorie des Spielkreisels.
Ăber die teils unerwarteten Bewegungen von Spielkreiseln gibt es viele, vor allem mathematische Abhandlungen, die zum gröĂten Teil kaum technische Bedeutung beanspruchen könnencite-ref-3[3]. Das dem Spielkreisel entgegengebrachte Interesse erfolgt nicht zuletzt
âdes eigentĂŒmlichen Reizes wegen, den er auf unseren Erkenntnistrieb ausĂŒbt.â
â
Richard Grammel
(1920)
:
Contents
âą Geschichte
âą Beschreibung
âą Siehe auch
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
âą Literatur
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Geschichte
Die wissenschaftliche Behandlung von Kreiseln begann mit J. A. Segner (1704 â 1777), der auch schon die Bedeutung der Reibung fĂŒr das Aufrichten der Kreiselachse richtig erkanntecite-ref-5[5]. Leonhard Euler veröffentlichte 1750 seine Kreiselgleichungencite-ref-6[6] und konnte auch schon Lösungen fĂŒr den krĂ€ftefreien Euler-Kreisel angeben. Joseph-Louis Lagrange leistete 1788 einen wichtigen Beitrag durch Lösung der Gleichungen fĂŒr den, dem Spielkreisel nahe verwandten, schweren symmetrischen Kreisel mit StĂŒtzpunktcite-ref-7[7]. Weitere SonderfĂ€lle der eigentĂŒmlichen Bewegungen auf einer Ebene rollender Körper sind von Jean-Baptiste le Rond dâAlembert (1761), Leonhard Euler (1765) und SimĂ©on Denis Poisson (1811) untersucht wordencite-ref-magnus266-8-0[8].
Die ersten bekannten Versuche, das Aufstehen des Wendekreisels zu erklÀren, stammen von W. Thompson und Blackburn aus dem 19. Jahrhundert, in dem auch J. H. Jellett (1872)cite-ref-jellett-9-0[9] das nach ihm benannte Integral entdeckte. Dass es die Reibungskraft im Aufstandspunkt ist, die den Stehaufkreisel sich aufrichten lÀsst, erkannten C. M. Braams, N. M. Hugenholtz und W. M. Plisken Anfang der 1950er-Jahre. R. J. Cohen formulierte 1977 das heute akzeptierte Modell des Stehaufkreisels und konnte numerisch das Aufstehen des Kreisels simulieren. Zwischen 1994 und 2005 wurde die Kinetik des Spielkreisels weiter aufgeklÀrtcite-ref-10[10].
Beschreibung
Realisierungen und mechanisches Modell
Spielkreisel kommen in vielen Formen vor. Eine fĂŒr gewöhnlich glatte OberflĂ€che und Rotationssymmetrie wie in Abb. 1 ist nicht nur Ă€sthetisch ansprechend und leicht herzustellen, sondern hĂ€lt auch den Luftwiderstand gering. Harte und glatte Materialien fĂŒr Kreisel und Untergrund sorgen fĂŒr geringe bohrende, Roll- und Gleitreibung.
Je stumpfer die untere Kreiselspitze ist, desto leichter richtet sich der Kreisel auf. Diese Wirkung kehrt sich bei sehr spitzem unterem Kreiselende leicht um, sodass dieselbe Ursache den Kreisel absenkt, siehe Abb. 4. Je spitzer der Kreisel im Aufstandspunkt ist, desto weniger bremst die dort auftretende Reibung, sodass der Kreisel lÀnger tanzt. Die tatsÀchliche Ausformung bildet einen Kompromiss zwischen diesen widerstreitenden Aspekten.
Der Wendekreisel soll sich aus âhĂ€ngenderâ Position, wo der Massenmittelpunkt unter dem KrĂŒmmungskreis der unteren Kreiselspitze liegt (3/6a in Abb. 3), in aufrechte Lage wenden, wo der Massenmittelpunkt ĂŒber dem KrĂŒmmungszentrum ist (3/6b in Abb. 3). Ăbliche AusfĂŒhrungen besitzen einen Stift, auf den sich der Kreisel stellt. Beim Aufrichten passiert er einen kritischen Punkt, wo Stift und kugelförmiger Teil des Kreisels gleichzeitig die Unterlage berĂŒhren.
Die inhomogene Kugel mit exzentrischem Massenmittelpunkt wie in Abb. 2cite-ref-rauch-11-0[11] ist ein probates Modell eines Kreisels, der keinen kritischen Punkt besitzt. Das KrĂŒmmungszentrum der Kreiselspitze ist dann der geometrische Mittelpunkt der Kugel. Beim hĂ€ngenden Kreisel ist der Massenmittelpunkt unterhalb des geometrischen Mittelpunkts und beim aufrechten Kreisel oberhalb.
Einteilung nach StabilitÀtseigenschaften
Die StabilitĂ€t der Spielkreisel mit lotrechter Figurenachse kann mit der Methode der kleinen Schwingungen von E. Routhcite-ref-12[12] untersucht und das Ergebnis graphisch in einem StabilitĂ€tsdiagramm dargestellt werden, siehe Abb. 3cite-ref-13[13]. Auf der Abszisse ist das VerhĂ€ltnis des axialen HaupttrĂ€gheitsmoments C zu den Ă€quatorialen HaupttrĂ€gheitsmomenten A aufgetragen. Dieses VerhĂ€ltnis liegt bei einem realen symmetrischen Kreisel im Bereich 0 < C/A < 2. Auf der Ordinate ist das VerhĂ€ltnis der Höhe h = |GR| des Massenmittelpunkts G ĂŒber seinem FuĂpunkt R auf der Unterlage und dem KrĂŒmmungsradius Ï = |ZT| der unteren Kreiselspitze im Aufstandspunkt abgetragen, siehe Abb. 2. Beim aufrecht stehenden Kreisel ist h/Ï > 1, denn mit dem Abstand s = |GZ| zwischen Massenmittelpunkt und KrĂŒmmungszentrum ist bei senkrechter Figurenachse h/Ï = (Ï + s)/Ï = 1 + α mit dimensionslosem
α := s/Ï.
Beim lotrecht hĂ€ngenden Kreisel ist der Massenmittelpunkt unterhalb des KrĂŒmmungszentrums, h/Ï = (Ï - s)/Ï = 1 - α, und entsprechend h/Ï < 1. Das Diagramm wird durch die Gerade h/Ï = 1 und die Hyperbel
h/Ï = Îł := A/C
in vier unterschiedlich gefÀrbte Bereiche geteilt.cite-ref-14[14]
(a) γ ℠1 + α
In diesem Bereich (pink) ist 1 < h/Ï â€ A/C = Îł, sind beim schnellen Kreisel regulĂ€re PrĂ€zessionen nur mit Neigungswinkeln Ï, die cos(Ï) < α α Îł Îł â â 1 {\displaystyle {\tfrac {\alpha }{\gamma -1}}} erfĂŒllen, möglich und auch stabil, und Drehungen um Vertikalachsen sind stets instabil.
(b) γ †1 - α
In diesem Bereich (olivgrĂŒn) ist Îł = A/C †h/Ï < 1, sind beim schnellen Kreisel regulĂ€re PrĂ€zessionen im Bereich cos(Ï) > α α Îł Îł â â 1 {\displaystyle {\tfrac {\alpha }{\gamma -1}}} zwar möglich aber instabil, und die Drehungen um Vertikalachsen sind stets stabil. Dieser Fall wird manchmal indifferent genannt, denn der schnelle Kreisel kann je nach Wunsch so beschleunigt werden, dass er die aufrechte oder die hĂ€ngende lotrechte Position anstrebt.
(c) 1 - α < γ < 1 + α
In den verbleibenden Bereichen (blaugrau und orange) ist eine regulÀre PrÀzession beim schnellen Kreisel ausgeschlossen, der lotrecht hÀngende Kreisel nur bei langsamer und der aufrechte nur bei schneller Drehung stabil. Wendekreisel haben dieses Format.
Die Geometrien 3a/b und 6a/b aus dem Bereich (c) sind dem Stehaufkreisel nachempfunden. Wird der Kreisel in lotrecht hĂ€ngender Lage 3/6a in rasche Drehung versetzt, richtet sich der Kreisel auf, weil seine Stellung instabil ist. Die aufrechten Positionen 3/6b sind beim schnellen Kreisel hingegen stabil. Sofern der Schwung ausreicht, der Kreisel ĂŒber den kritischen Moment, wo der kugelförmige Teil und der Stift die Unterlage gleichzeitig berĂŒhren, hinweg kommt, wird er die aufrechte Stellung erreichen. Der Kreisel 6a kann den kritischen Moment nicht ĂŒberwindencite-ref-15[15] und ist daher als Stehaufkreisel ungeeignet. Der langsamer werdende Kreisel 3b verlĂ€sst die aufrechte Position, sobald diese instabil wird, und strebt die nun stabile hĂ€ngende Lage 3a an.
Beim nicht so schnellen Kreisel ist die #StabilitĂ€t der stationĂ€ren Bewegungen nicht nur von α und Îł, sondern auch vom Schwung, ausgedrĂŒckt durch #Jelletts Integral J (die Projektion des Drehimpulses auf die Achse vom Massenmittelpunkt G zum Aufstandspunkt T in Abb. 2), und ĂŒber den Kreisel eigenen Parameter JÎČ = Ïâ(Csmg) von seiner Gewichtskraft mg abhĂ€ngig. Die Existenz und StabilitĂ€t von stationĂ€ren Bewegungen wird somit nur von den drei Eigenschaften α, Îł und JÎČ des Kreisels sowie einer Anfangsbedingung J festgelegt.
Vergleich mit dem Lagrange-Kreisel
Der Spielkreisel weist viele Parallelen zum Lagrange-Kreisel auf. Unterschiede ergeben sich daraus, dass sich der Lagrange-Kreisel um den fixierten Aufstandspunkt, der Spielkreisel jedoch um den freien Massenmittelpunkt dreht. Beim Spielkreisel sind die TrĂ€gheitsmomente bezĂŒglich des Massenmittelpunkts maĂgeblich, die kleiner sind als bei einem baugleichen Lagrange-Kreisel.
Der Spielkreisel ist in lotrecht stehender Lage schon bei kleinerer Drehgeschwindigkeit stabil und Ă€ndert seine Neigung unter Einfluss der Reibung deutlich schneller als ein vergleichbarer Lagrange-Kreiselcite-ref-grammel113-16-0[16]. Der Spielkreisel kann wie der Lagrange-Kreisel eine regulĂ€re PrĂ€zession mit den ihr eigenen Merkmalen ausfĂŒhren. Auch pseudoregulĂ€re PrĂ€zessionen sind möglich, wenn der Kreisel sich schnell dreht und der Drehimpuls nahe der Figurenachse ausgerichtet ist. Die pseudoregulĂ€ren PrĂ€zessionen sind bei beiden Kreiseln gleich schnell. Allerdings vollziehen beim Spielkreisel sowohl der Massenmittelpunkt als auch der Aufstandspunkt feine Schwankungen, weswegen von einem Nutationskegel nicht mehr die Rede sein kanncite-ref-grammel113-16-1[16]. Die Umlaufbahn der unteren Kreiselspitze um die Drehimpulsachse hat beim geneigten Kreisel auch eine vertikale Komponente, mit der sich der Kreisel vom Untergrund abstöĂt. Bei ausreichendem Schwung kann der Kreisel dabei abheben und auf den Untergrund klopfen.cite-ref-rauch339-17-0[17]
FĂŒr den reibungsfreien Spielkreisel gilt wie beim Lagrange-Kreisel der Satz von Gaston Darboux ĂŒber homologe Kreiselcite-ref-grammel116-18-0[18]. Bei beiden Kreiseln sind der Drehimpuls Lz in vertikaler und L3 in axialer Richtung sowie die im Parameter k enthaltene Gesamtenergie konstant. Die Kreiselfunktion lautet beim Spielkreisel, solange er die Unterlage berĂŒhrt, mit den Bezeichnungen beim Lagrange-Kreisel:
u Ë Ë 2 = U ( u ) = ( k â â L 3 2 â â 2 A c 0 u ) ( 1 â â u 2 ) â â ( L z â â L 3 u ) 2 A 2 ( 1 + m s 2 A ( 1 â â u 2 ) ) {\displaystyle {\dot {u}}^{2}=U(u)={\frac {(k-L_{3}^{2}-2Ac_{0}u)(1-u^{2})-(L_{z}-L_{3}u)^{2}}{A^{2}{\color {blue}\left(1+{\frac {ms^{2}}{A}}(1-u^{2})\right)}}}}
Die Kreiselfunktion des Lagrange-Kreisels (schwarz) bekommt beim Spielkreisel einen zusĂ€tzlichen Divisor (blau). Die drei EulerÊčschen Drehwinkel lassen sich mit dieser Kreiselfunktion mit denselben Integralen wie beim Lagrange-Kreisel ausdrĂŒcken. Zur graphischen Darstellung der Bewegung wird beim Spielkreisel seine untere Spitze benutzt, deren Bahnlinie in jeder Hinsicht den Locuskurven des Lagrange-Kreisels entsprichtcite-ref-grammel116-18-1[18]. Die analytisch ermittelten Kreiselbewegungen weichen allerdings aufgrund der Reibung im Aufstandspunkt wesentlich von den realen ab.cite-ref-grammel116-18-2[18]
| Herleitung der Kreiselfunktion |
|---|
| Kinematik |
| Im reibungsfreien Fall hat eine kugelig ausgeformte untere Kreiselspitze keinen Einfluss und kann und soll hier eine ideal spitze Form angenommen werden. Der Massenmittelpunkt liegt im Abstand s vom Aufstandspunkt auf der Figurenachse, die die Neigung Ï gegenĂŒber der nach oben weisenden Senkrechten hat. Der Massenmittelpunkt befindet sich in der Höhe z = s cos(Ï) = s u ĂŒber dem Untergrund, eine kinematische Annahme, die den Kreisel an den Untergrund bindet. Darin ist u = cos (Ï). Die Zeitableitung davon liefert mit sinÂČ(Ï) = 1 - u ÂČ: u Ë = â sin ⥠( Ï ) Ï Ë â Ï Ë 2 = u Ë 2 1 â u 2 {\displaystyle {\dot {u}}=-\sin(\vartheta ){\dot {\vartheta }}\quad \rightarrow \quad {\dot {\vartheta }}^{2}={\frac {{\dot {u}}^{2}}{1-u^{2}}}} Die Beschleunigung des Massenmittelpunkts ist die zweite Zeitableitung z š = s u š {\displaystyle {\ddot {z}}=s{\ddot {u}}} . |
| Impulssatz |
| Nach dem Impulssatz ergibt sich in Lotrichtung N â m g = m z š = m s u š â N = m g + m s u š {\displaystyle N-mg=m{\ddot {z}}=ms{\ddot {u}}\rightarrow \;N=mg+ms{\ddot {u}}} wo N die im Aufstandspunkt senkrecht nach oben wirkende Normalkraft , m die Masse, g die Schwerebeschleunigung und daher mg die Gewichtskraft ist. Der Kreisel hebt nicht ab, solange N > 0 ist, und bei N < 0 wĂŒrde der Untergrund den Kreisel unrealistisch nach unten ziehen. Eine durch Zeitintegration gefundene Lösung verliert bei N < 0 ihre GĂŒltigkeit und muss darauf hin ĂŒberprĂŒft werden. |
| Zerlegung des Drehimpulses |
| Bei allen symmetrischen Kreiseln gilt mit dem Ă€quatorialen HaupttrĂ€gheitsmoment A und dem axialen C die Darstellung Ï â = 1 A L â + ( 1 C â 1 A ) L 3 e ^ 3 {\displaystyle {\vec {\omega }}={\frac {1}{A}}{\vec {L}}+\left({\frac {1}{C}}-{\frac {1}{A}}\right)L_{3}\,{\hat {e}}_{3}} der Winkelgeschwindigkeit Ï â {\displaystyle {\vec {\omega }}} durch den Drehimpuls L â {\displaystyle {\vec {L}}} und seiner Komponente L 3 := L â â
e ^ 3 {\displaystyle L_{3}:={\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{3}} in axialer Richtung ĂȘ 3 . Die Knotenachse sin(Ï) ĂȘ N = ĂȘ z Ă ĂȘ 3 stellt die Drehrichtung des Neigungswinkels Ï der Figurenachse, woraus sich der Drehimpuls L N in Knotenrichtung ergibt: Ï Ë = Ï â â
e ^ N = 1 A L â â
e ^ N â L N := L â â
e ^ N = A Ï Ë {\displaystyle {\dot {\vartheta }}={\vec {\omega }}\cdot {\hat {e}}_{N}={\frac {1}{A}}{\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{N}\;\rightarrow \;L_{N}:={\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{N}=A{\dot {\vartheta }}} In der PrĂ€zessionsebene, die senkrecht zur Knotenachse ist und von der Senkrechten ĂȘ z und der Figurenachse ĂȘ 3 aufgespannt wird, setzt sich der vertikale Drehimpuls gemÀà L z = L 3 cos ⥠( Ï ) + L A sin ⥠( Ï ) = L 3 u + L A 1 â u 2 {\displaystyle L_{z}=L_{3}\cos(\vartheta )+L_{A}\sin(\vartheta )=L_{3}u+L_{A}{\sqrt {1-u^{2}}}} aus dem axialen Drehimpuls L 3 und einem dazu senkrechten, Ă€quatorialen L A zusammen. |
| Drallsatz |
| Mit dem Drehmoment M N = s sin(Ï) N , das die StĂŒtzkraft N im horizontalen Abstand s sin(Ï) vom Massenmittelpunkt ausĂŒbt, entsteht aus dem Drallsatz um den Massenmittelpunkt M â = M N e ^ N = s sin ⥠( Ï ) N e ^ N = L â Ë â L â â
L â Ë = 1 2 d d t ( L â â
L â ) = s sin ⥠( Ï ) N L N = s sin ⥠( Ï ) ( m g + m s u š ) ( A Ï Ë ) = â A ( m g s + m s 2 u š ) u Ë = â A d d t ( m g s u + m 2 ( s u Ë ) 2 ) {\displaystyle {\begin{aligned}\qquad {\vec {M}}=&M_{N}\,{\hat {e}}_{N}=s\sin(\vartheta )N\,{\hat {e}}_{N}={\dot {\vec {L}}}\\\rightarrow {\vec {L}}\cdot {\dot {\vec {L}}}=&{\frac {1}{2}}{\frac {\mathrm {d} }{\mathrm {d} t}}({\vec {L}}\cdot {\vec {L}})=s\sin(\vartheta )NL_{N}=s\sin(\vartheta )(mg+ms{\ddot {u}})(A{\dot {\vartheta }})\\=&-A(mgs+ms^{2}{\ddot {u}}){\dot {u}}=-A{\frac {\mathrm {d} }{\mathrm {d} t}}\left(mgs\,u+{\frac {m}{2}}(s{\dot {u}})^{2}\right)\end{aligned}}} und nach einer Zeitintegration L â â
L â = k â 2 A ( m 2 ( s u Ë ) 2 + c 0 u ) {\displaystyle {\vec {L}}\cdot {\vec {L}}=k-2A\left({\frac {m}{2}}(s{\dot {u}})^{2}+c_{0}u\right)} wo c 0 = mgs und k eine Integrationskonstante ist. Beim abgehobenen Kreisel tritt kein Moment auf und der Drehimpuls ist konstant, was an dieser Stelle nicht berĂŒcksichtigt wird, siehe Impulssatz oben. Mit den vorliegenden Drehimpulskomponenten ergibt sich andererseits L â â
L â = L N 2 + L A 2 + L 3 2 = ( A Ï Ë ) 2 + ( L z â L 3 u ) 2 1 â u 2 + L 3 2 {\displaystyle {\vec {L}}\cdot {\vec {L}}=L_{N}^{2}+L_{A}^{2}+L_{3}^{2}=(A{\dot {\vartheta }})^{2}+{\frac {(L_{z}-L_{3}u)^{2}}{1-u^{2}}}+L_{3}^{2}} Kombination beider Gleichungen fĂŒr das Drehimpulsquadrat fĂŒhrt mit den kinematischen ZusammenhĂ€ngen auf die im Text stehende Kreiselfunktion. Die Konstante k = 2 A E + ( 1 â A C ) L 3 2 {\displaystyle k=2AE+\left(1-{\tfrac {A}{C}}\right)L_{3}^{2}} erscheint auch beim Lagrange-Kreisel, allerdings sind dort die TrĂ€gheitsmomente und Drehimpulse bezĂŒglich des Aufstandspunkts maĂgeblich und die zur Gesamtenergie E beitragende kinetische Energie bekommt beim Spielkreisel auch einen translatorischen Anteil, siehe #Gesamtenergie des Spielkreisels . |
Reibungsbehafteter Spielkreisel
Das Aufrichten des Wendekreisels sogar aus hĂ€ngender Lage basiert auf Reibeffekten, die also fĂŒr wesentliche Bewegungsformen des Spielkreisels verantwortlich sind. Bei ausschlieĂlicher Gleitreibung, was in der Kreiseltheorie vorausgesetzt wird, gibt es mit #Jelletts Integral eine ErhaltungsgröĂe, die durch die Anfangsbedingungen festgelegt ist. An ihnen lĂ€sst sich ablesen, wie sich der Kreisel in Zukunft verhalten wirdcite-ref-rauch352-2-1[2]. Der Kreisel kann die lotrechten Positionen hĂ€ngend oder aufrecht drehend und die regulĂ€re PrĂ€zession dauerhaft einnehmen. Dazwischen ist die Bewegung instationĂ€r und der Kreisel nĂ€hert sich einer stabilen dieser bestĂ€ndigen Drehungen an und verharrt in ihrer NĂ€he. Allerdings werden stationĂ€re Bewegungen, sofern sie nicht von Anfang an eingestellt werden, wegen der GeschwindigkeitsabhĂ€ngigkeit der Reibkraft nur asymptotisch erreicht.
GeschwindigkeitsabhÀngigkeit der Reibkraft
Die untere Kreiselspitze bewegt sich auf dem Untergrund im Allgemeinen mit beachtlichem Schlupf. Die dabei auftretende Gleitreibung erzeugt eine Reibkraft R, die der Geschwindigkeit v des aufstehenden Kreiselpunkts entgegengerichtet ist. Die Reibkraft ist proportional zur Normalkraft N und zum Gleitreibungskoeffizient ÎŒ, der im Wesentlichen vom Stoff und der Rauhigkeit der unteren Kreiselspitze sowie des Untergrunds bestimmt wird. Beim CoulombÊčschen Reibgesetz ist R = ÎŒ ÎŒ N {\displaystyle R=\mu N} . Beim Spielkreisel ĂŒberlagert sich durch die PrĂ€zession um die Vertikale eine bohrende Reibung, wodurch sich das Reibgesetz wesentlich verĂ€ndert:
R = Ό Ό N v {\displaystyle R=\mu Nv} .
Die Reibkraft wird proportional zur Gleitgeschwindigkeit v. Dieses viskose Reibgesetz wird im Alltag bei einer Bohnermaschine erfahrbar, die mit rotierenden BĂŒrsten arbeitet. Ausgeschaltet ist die Maschine wegen CoulombÊčscher Reibung schwerer zu verschieben als bei viskoser Reibung an rotierenden BĂŒrstencite-ref-19[19].
Der qualitative Einfluss der Reibung ist in der Theorie vom Reibgesetz unabhÀngig, solange die Reibkraft als Funktion der Geschwindigkeit v an der Stelle v = 0 stetig ist und verschwindet.cite-ref-rauch337-20-0[20]
Einfluss der Reibung
Ohne Reibung kann sich der Kreisel aus folgenden GrĂŒnden nicht aufstellen. Im reibungsfreien Fall hat eine Translation des Massenmittelpunkts keinen Einfluss und kann vernachlĂ€ssigt werden. Der Massenmittelpunkt bewegt sich nur entlang der Senkrechten und die Gesamtenergie, bestehend aus Lageenergie und kinetischer Energie, ist konstant. In lotrechter Position ist die kinetische Energie gleich der Rotationsenergie, die zwischen der hĂ€ngenden und der aufrechten Lage abnimmt, da der Kreisel Lageenergie gewinnt. Die Rotationsenergie ist in vertikaler Position proportional zum Quadrat des vertikalen Drehimpulses, der demnach beim Aufrichten abnehmen muss. Nach dem Drallsatz bedarf es dazu eines senkrechten Drehmoments, das nur von einer horizontalen Kraft aufgebracht werden kann, und da hier die Reibung die einzige, denkbare, horizontal wirkende Kraft ist, ist sie fĂŒr das Aufrichten unentbehrlich.cite-ref-21[21]
Der dissipative Charakter der Reibung tritt beim sich verlangsamenden Kreisel immer deutlicher hervor:
1. Bei einer pseudoregulÀren PrÀzession erlöschen die Erzitterungen der Figurenachse mit der Zeit.
2. Je nach Anfangsbedingung und Reibsituation an der unteren Kreiselspitze senkt sich der Kreisel ab oder richtet sich auf und strebt eine stabile stationÀre Bewegung in lotrecht stehender oder hÀngender Position oder in Form einer stabilen regulÀren PrÀzession dazwischen an.
3. In einer solchen Gleichgewichtslage wirken nur noch die bohrende, Roll- und Luftreibung. Fallen diese gering aus, was fĂŒr gewöhnlich zutrifft und in der Theorie hier voraus gesetzt wird, verharrt der Kreisel relativ lange im eingenommenen Zustand.
4. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich der langsamer werdende Kreisel absenkt und schlieĂlich lotrecht hĂ€ngt oder auf dem Weg dorthin auf die Unterlage stöĂt.
5. Zuletzt nimmt der Kreisel eine Ruhelage ein.
Nur bei gleitungslosem Abrollen oder Rotation mit senkrechter stillstehender Figurenachse wirkt keine Reibkraft und kann der Kreisel theoretisch dauerhaft tanzen, siehe #Dissipation der Energie durch Reibung. Wenn der Kreisel jedoch gleitet, dann erweckt das eine Reibungskraft, die der Gleitgeschwindigkeit entgegengesetzt ist, die sich aus der Eigendrehung um die Figurenachse und der PrÀzession derselben um die Vertikale ergibt.
Die Reibkraft wirkt in der StĂŒtzebene in doppelter Weise. Erstens beschleunigt sie nach dem Gesetz âKraft gleich Masse mal Beschleunigungâ den Massenmittelpunkt auch senkrecht zur Figurenachse, die durch das Drehmoment der Gewichtskraft bereits um die Vertikale prĂ€zediert. So wird der Massenmittelpunkt im Grundriss momentan in eine Kreisbahn geleitet, siehe Abb. 4cite-ref-22[22].
AuĂerdem erweckt die Reibungskraft ein Reibmoment, dessen Komponente in der PrĂ€zessionsebene senkrecht zur Figurenachse den Kreisel aufrichtet oder absenktcite-ref-23[23]. Zu diesem Moment trĂ€gt nur der Anteil der Reibkraft bei, der senkrecht zur Figurenachse ist und der wesentlich von der Umfangsgeschwindigkeit vt des untersten Kreiselpunkts T geprĂ€gt wird.
spielkreiselspitze-png
Abb. 4 zeigt den Grundriss der Bewegung dreier Kreisel mit unterschiedlichen KrĂŒmmungsradien der unteren Kreiselspitze. Wird ansonsten nichts verĂ€ndert, verringert sich mit den Radien vor allem die Umfangsgeschwindigkeit vt des aufstehenden Punkts T. Die Schwerkraft getriebene PrĂ€zessionsgeschwindigkeit und deren Beitrag vP zur resultierenden Geschwindigkeit v von T bleiben nahezu unberĂŒhrt. Die Reibkraft R ist der resultierenden Geschwindigkeit v entgegengesetzt, die in Abb. 4a und c umgekehrt orientiert ist und in 4b null ist. In Abb. 4a richtet das Reibmoment den Kreisel auf und in Abb. 4c wird der Kreisel von ihm abgesenkt.cite-ref-24[24]
Lagrange-Funktion des Spielkreisels
Die Lagrange-Funktion des Spielkreisels lautetcite-ref-ciocci-langerock-25-0[25]:
L = m 2 ( x Ë Ë 2 + y Ë Ë 2 ) + 1 2 [ m s 2 sin 2 ⥠⥠( Ï Ï ) + A ] Ï Ï Ë Ë 2 + A 2 sin 2 ⥠⥠( Ï Ï ) Ï Ï Ë Ë 2 + C 2 [ Ï Ï Ë Ë + Ï Ï Ë Ë cos ⥠⥠( Ï Ï ) ] 2 â â m g [ Ï Ï + s cos ⥠⥠( Ï Ï ) ] {\displaystyle {\begin{aligned}{\mathcal {L}}=&{\frac {m}{2}}({\dot {x}}^{2}+{\dot {y}}^{2})+{\frac {1}{2}}[ms^{2}\sin ^{2}(\vartheta )+A]{\dot {\vartheta }}^{2}+{\frac {A}{2}}\sin ^{2}(\vartheta ){\dot {\psi }}^{2}\\&+{\frac {C}{2}}[{\dot {\varphi }}+{\dot {\psi }}\cos(\vartheta )]^{2}-mg[\rho +s\cos(\vartheta )]\end{aligned}}}
Darin bedeutet
âą m die Masse des Kreisels,
âą x Ë Ë , y Ë Ë {\displaystyle {\dot {x}},{\dot {y}}} die Geschwindigkeiten des Massenmittelpunkts in der horizontalen xy-Ebene,
âą s der Abstand des Massenmittelpunkts vom KrĂŒmmungszentrum der kugelförmigen unteren Kreiselspitze,
âą Ï der KrĂŒmmungsradius dieser Kreiselspitze,
âą {Ï, Ï, Ï} die Euler-Winkel, und
⹠A, C sind das Àquatoriale bzw. das axiale HaupttrÀgheitsmoment des Kreisels um seinen Massenmittelpunkt.
d d t ( â â L â â q Ë Ë i ) â â â â L â â q i = Q i {\displaystyle {\frac {\mathrm {d} }{\mathrm {d} t}}\left({\frac {\partial {\mathcal {L}}}{\partial {\dot {q}}_{i}}}\right)-{\frac {\partial {\mathcal {L}}}{\partial q_{i}}}=Q_{i}}
ergeben sich mit den generalisierten Koordinaten q1,âŠ,5 = x, y, Ï, Ï, Ï und der generalisierten Kraft
Q = â â i = 1 5 Q i d q i = R â â â
â
( e ^ ^ x d x + e ^ ^ y d y ) + ( a â â Ă Ă R â â ) â
â
( e ^ ^ z d Ï Ï + e ^ ^ N d Ï Ï + e ^ ^ 3 d Ï Ï ) {\displaystyle Q=\sum _{i=1}^{5}Q_{i}\,\mathrm {d} q_{i}={\vec {R}}\cdot ({\hat {e}}_{x}\,\mathrm {d} x+{\hat {e}}_{y}\,\mathrm {d} y)+({\vec {a}}\times {\vec {R}})\cdot (\,{\hat {e}}_{z}\,\mathrm {d} \psi +{\hat {e}}_{N}\,\mathrm {d} \vartheta +{\hat {e}}_{3}\,\mathrm {d} \varphi )}
Wie bei #Jelletts Integral weist a â â {\displaystyle {\vec {a}}} vom Massenmittelpunkt zum Aufstandspunkt und sin(Ï) ĂȘN = ĂȘz Ă ĂȘ3 in Knotenrichtung. Die Reibkraft R â â {\displaystyle {\vec {R}}} wirkt auf der Unterlage, die durch die xy-Ebene reprĂ€sentiert wird.
Bewegungsgleichungen
Die Bewegungsgleichungen des Spielkreisels ergeben sich aus dem Impulssatz âKraft gleich ImpulsĂ€nderungâ, dem Drallsatz âMoment gleich DrehimpulsĂ€nderungâ und der Kinematik:cite-ref-26[26]
m G â â š š = ( N z â â m g ) e ^ ^ z + R â â L â â Ë Ë = ( â â s e ^ ^ 3 â â Ï Ï e ^ ^ z ) Ă Ă ( N z e ^ ^ z + R â â ) e ^ ^ Ë Ë 3 = 1 A L â â Ă Ă e ^ ^ 3 0 ††w , N z , w N z = 0 {\displaystyle {\begin{aligned}m{\ddot {\vec {G}}}=&(N_{z}-mg)\,{\hat {e}}_{z}+{\vec {R}}\\{\dot {\vec {L}}}=&(-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z})\times (N_{z}\,{\hat {e}}_{z}+{\vec {R}})\\{\dot {\hat {e}}}_{3}=&{\frac {1}{A}}{\vec {L}}\times {\hat {e}}_{3}\\0\leq &w,N_{z},\;wN_{z}=0\end{aligned}}}
Darin bedeuten
âą m die Masse,
âą G â â {\displaystyle {\vec {G}}} der Massenmittelpunkt (G in Abb. 2),
âą Nz â„ 0 die nur bei Kontakt im Aufstandspunkt vorhandene, nie negative, der Gewichtskraft entgegen gerichtete Normalkraft,
âą g die Schwerebeschleunigung,
âą ĂȘz die zur ebenen Unterlage antiparallel zur Gewichtskraft nach oben weisende z-Richtung,
âą R â â {\displaystyle {\vec {R}}} die bei Kontakt im Aufstandspunkt in der Ebene wirkende Reibkraft,
âą L â â {\displaystyle {\vec {L}}} der Drehimpuls bezĂŒglich des Massenmittelpunkts,
âą s der axiale Abstand des Massenmittelpunkts vom KrĂŒmmungszentrum (GZ in Abb. 2),
âą ĂȘ3 der axiale Vektor parallel zur Figurenachse (von Z nach G in Abb. 2),
âą Ï der KrĂŒmmungsradius der halbkugelförmigen unteren Kreiselspitze (ZT in Abb. 2),
⹠A das Àquatoriale HaupttrÀgheitsmoment,
âą w := ( G â â â â s e ^ ^ 3 â â Ï Ï e ^ ^ z ) â
â
e ^ ^ z â„ â„ 0 {\displaystyle w:=({\vec {G}}-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z})\cdot {\hat {e}}_{z}\geq 0} die nie negative Höhe des untersten Kreiselpunkts T ĂŒber der Unterlage,
Die Bewegungsgleichungen sind ein System autonomer Differentialgleichungen in neun Variablen G â â , L â â , e ^ ^ 3 {\displaystyle {\vec {G}},\,{\vec {L}},\,{\hat {e}}_{3}} mit einer Nebenbedingung.
In der dritten Bewegungsgleichung wurde der Zusammenhang zwischen Winkelgeschwindigkeit und Drehimpuls beim symmetrischen Kreisel ausgenutztcite-ref-27[27]:
Ï Ï â â = 1 A L â â + A â â C A C L 3 e ^ ^ 3 â â e ^ ^ Ë Ë 3 = Ï Ï â â Ă Ă e ^ ^ 3 = 1 A L â â Ă Ă e ^ ^ 3 {\displaystyle {\begin{aligned}\quad {\vec {\omega }}=&{\frac {1}{A}}{\vec {L}}+{\frac {A-C}{AC}}L_{3}\,{\hat {e}}_{3}\\\rightarrow \;{\dot {\hat {e}}}_{3}=&{\vec {\omega }}\times {\hat {e}}_{3}={\frac {1}{A}}{\vec {L}}\times {\hat {e}}_{3}\end{aligned}}}
Darin ist L3 der axiale Drehimpuls und C das axiale HaupttrÀgheitsmoment.
Die letzte der Bewegungsgleichungen verbindet wie eine KomplementaritĂ€tsbedingung die nie negative Höhe w des untersten Kreiselpunkts ĂŒber der Unterlage mit der, nur bei Kontakt auftretenden, senkrechten Kraftkomponente Nz. Sie ergibt sich aus der Konsistenzbedingung w š š = 0 {\displaystyle {\ddot {w}}=0} zucite-ref-28[28]
N z = m A { g + s A 2 [ L 3 L z â â ( L â â â
â
L â â ) u ] } A + m s 2 ( 1 â â u 2 ) â â m s ( s u + Ï Ï ) e ^ ^ 3 â
â
R â â 1 {\displaystyle N_{z}={\frac {mA\left\{g+{\frac {s}{A^{2}}}{\big [}L_{3}L_{z}-({\vec {L}}\cdot {\vec {L}})u{\big ]}\right\}}{A+ms^{2}(1-u^{2})-ms(su+\rho )\,{\hat {e}}_{3}\cdot {\vec {R}}_{1}}}}
Darin wurden u = e ^ ^ 3 â
â
e ^ ^ z = cos ⥠⥠( Ï Ï ) , L 3 = L â â â
â
e ^ ^ 3 , L z = L â â â
â
e ^ ^ z {\displaystyle u={\hat {e}}_{3}\cdot {\hat {e}}_{z}=\cos(\vartheta ),\,L_{3}={\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{3},\,L_{z}={\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{z}} und R â â 1 = 1 N z R â â {\displaystyle {\vec {R}}_{1}={\tfrac {1}{N_{z}}}{\vec {R}}} (ÎŒ, Nz, v) eingesetzt, was die Reibkraft aufgrund einer Einheitskraft ist.
| Herleitung der Normalkraft N z |
|---|
| Mit der Winkelgeschwindigkeit Ï â = 1 A L â + A â C A C L 3 e ^ 3 {\displaystyle {\vec {\omega }}={\frac {1}{A}}{\vec {L}}+{\frac {A-C}{AC}}L_{3}\,{\hat {e}}_{3}} werden unter Ausnutzung des Drallsatzes und der GraĂmann-IdentitĂ€t die Zeitableitungen der Figurenachse bereitgestellt: e ^ Ë 3 = 1 A L â Ă e ^ 3 e ^ š 3 = 1 A L â Ë Ă e ^ 3 + 1 A L â Ă e ^ Ë 3 = 1 A [ ( â s e ^ 3 â Ï e ^ z ) Ă ( N z e ^ z + R â ) ] Ă e ^ 3 + 1 A 2 L â Ă ( L â Ă e ^ 3 ) = â N z A [ ( R â 1 â
e ^ 3 + u ) a â + ( s + Ï u ) ( R â 1 + e ^ z ) ] + 1 A 2 [ L 3 L â â ( L â â
L â ) e ^ 3 ] {\displaystyle {\begin{aligned}{\dot {\hat {e}}}_{3}=&{\frac {1}{A}}{\vec {L}}\times {\hat {e}}_{3}\\{\ddot {\hat {e}}}_{3}=&{\frac {1}{A}}{\dot {\vec {L}}}\times {\hat {e}}_{3}+{\frac {1}{A}}{\vec {L}}\times {\dot {\hat {e}}}_{3}\\=&{\frac {1}{A}}[(-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z})\times (N_{z}\,{\hat {e}}_{z}+{\vec {R}})]\times {\hat {e}}_{3}+{\frac {1}{A^{2}}}{\vec {L}}\times ({\vec {L}}\times {\hat {e}}_{3})\\=&-{\frac {N_{z}}{A}}[({\vec {R}}_{1}\cdot {\hat {e}}_{3}+u){\vec {a}}+(s+\rho u)({\vec {R}}_{1}+{\hat {e}}_{z})]+{\frac {1}{A^{2}}}[L_{3}{\vec {L}}-({\vec {L}}\cdot {\vec {L}})\,{\hat {e}}_{3}]\end{aligned}}} Hier wurde R â = N z R â 1 {\displaystyle {\vec {R}}=N_{z}{\vec {R}}_{1}} gesetzt. Mit dem Impulssatz berechnet sich die Beschleunigung des geometrischen Zentrums Z â := G â â s e ^ 3 {\displaystyle {\vec {Z}}:={\vec {G}}-s\,{\hat {e}}_{3}} (Z in Abb. 2 ), das den gleichbleibenden Abstand Ï zum untersten Kreiselpunkt hat: Z â š = G â š â s e ^ š 3 = 1 m [ ( N z â m g ) e ^ z + R â ] â s A 2 [ L 3 L â â ( L â â
L â ) e ^ 3 ] + s N z A [ ( R â 1 â
e ^ 3 + u ) a â + ( s + Ï u ) ( R â 1 + e ^ z ) ] {\displaystyle {\begin{aligned}{\ddot {\vec {Z}}}=&{\ddot {\vec {G}}}-s{\ddot {\hat {e}}}_{3}\\=&{\frac {1}{m}}[(N_{z}-mg)\,{\hat {e}}_{z}+{\vec {R}}]-{\frac {s}{A^{2}}}[L_{3}{\vec {L}}-({\vec {L}}\cdot {\vec {L}})\,{\hat {e}}_{3}]\\&+{\frac {sN_{z}}{A}}[({\vec {R}}_{1}\cdot {\hat {e}}_{3}+u){\vec {a}}+(s+\rho u)({\vec {R}}_{1}+{\hat {e}}_{z})]\end{aligned}}} Beim nicht abgehobenen Kreisel ist die z-Komponente davon 0, was die Bestimmungsgleichung fĂŒr N z liefert: Z â š â
e ^ z = 1 m ( N z â m g ) â s A 2 [ L 3 L z â ( L â â
L â ) u ] + s N z A [ â ( R â 1 â
e ^ 3 + u ) ( Ï + s u ) + s + Ï u ] = ! 0 â N z = g + s A 2 [ L 3 L z â ( L â â
L â ) u ] 1 m + s A [ s + Ï u â ( R â 1 â
e ^ 3 + u ) ( Ï + s u ) ] {\displaystyle {\begin{aligned}{\ddot {\vec {Z}}}\cdot {\hat {e}}_{z}=&{\frac {1}{m}}(N_{z}-mg)-{\frac {s}{A^{2}}}[L_{3}L_{z}-({\vec {L}}\cdot {\vec {L}})u]\\&+{\frac {sN_{z}}{A}}[-({\vec {R}}_{1}\cdot {\hat {e}}_{3}+u)(\rho +su)+s+\rho u]\;{\stackrel {!}{=}}\;0\\\rightarrow N_{z}=&{\frac {g+{\frac {s}{A^{2}}}[L_{3}L_{z}-({\vec {L}}\cdot {\vec {L}})u]}{{\frac {1}{m}}+{\frac {s}{A}}[s+\rho u-({\vec {R}}_{1}\cdot {\hat {e}}_{3}+u)(\rho +su)]}}\end{aligned}}} Wenige Umformungen fĂŒhren auf den im Text stehenden Ausdruck. |
Jelletts Integral
jellett1872fig28p181-png
Bei der Bewegung des Spielkreisels unter ausschlieĂlicher Gleitreibung gibt es eine von J. H. Jellettcite-ref-jellett-9-2[9] gefundene und von E. Routhcite-ref-29[29] als solche allgemein nachgewiesene Bewegungskonstante
J := L â â â
â
a â â {\displaystyle J:={\vec {L}}\cdot {\vec {a}}}
Sie ist die Projektion des Drehimpulses L â â {\displaystyle {\vec {L}}} auf die Verbindungslinie GT = a â â = â â s e ^ ^ 3 â â Ï Ï e ^ ^ z {\displaystyle {\vec {a}}=-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z}} vom Massenmittelpunkt G zum Aufstandspunkt T an der kugelförmigen unteren Kreiselspitze, siehe Abb. 5 (s = |GC| und Ï = |CT|.)
JellettÊčs Integral ist von der Reibungskraft und somit von den OberflĂ€cheneigenschaften des Untergrunds und des Kreisels unabhĂ€ngig. Die bohrende, Roll- und Luftreibung, die in der Theorie vernachlĂ€ssigt werden, zehren realistisch betrachtet die Jellett-Konstante mit der Zeit auf. Die Bedeutung von JellettÊčs Integral fusst darin, dass beim gewöhnlichen Spielkreisel aus Abb. 1 die anderen Reibungsformen wesentlich schwĂ€cher ausgeprĂ€gt sind als die Gleitreibung.
Bei der regulĂ€ren PrĂ€zession des Spielkreisels ruht der Massenmittelpunkt G und rollt der Kreisel gleitungslos auf dem Untergrund ab. Deshalb ruht der Aufstandspunkt T momentan ebenfalls, denn sonst gĂ€be es Schlupf. Auch bei der permanenten Drehung um die lotrechte Figurenachse ruhen Massenmittelpunkt und Aufstandspunkt. Bei diesen gleichförmigen Bewegungsformen ist demnach GT = a â â {\displaystyle {\vec {a}}} die momentane Drehachse. FĂŒr die Analyse des Spielkreisels ist daher die folgende Zerlegung des Drehimpulses und der Rotationsenergie zweckmĂ€Ăig:
L â â =: J | a â â | 2 Î Î a Î Î â
â
a â â + L â â â„ â„ , L â â â„ â„ â
â
a â â = 0 E rot = J 2 2 | a â â | 2 Î Î a + 1 2 L â â â„ â„ â
â
Î Î â â 1 â
â
L â â â„ â„ {\displaystyle {\begin{aligned}{\vec {L}}=:&{\frac {J}{|{\vec {a}}|^{2}\Theta _{a}}}\mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}+{\vec {L}}_{\bot },\quad {\vec {L}}_{\bot }\cdot {\vec {a}}=0\\E_{\text{rot}}=&{\frac {J^{2}}{2|{\vec {a}}|^{2}\Theta _{a}}}+{\frac {1}{2}}{\vec {L}}_{\bot }\cdot \mathbf {\Theta } ^{-1}\cdot {\vec {L}}_{\bot }\end{aligned}}}
Darin ist Î der TrĂ€gheitstensor und Îa das bei einer Drehung um GT wirkende MassentrĂ€gheitsmoment. Beim Ăbergang des Kreisels in eine gleichförmige Drehung um GT geht L â â â„ â„ {\displaystyle {\vec {L}}_{\bot }} gegen null und der Neigungswinkel, der Abstand |GT| sowie das MassentrĂ€gheitsmoment Îa werden konstant.cite-ref-rauch340-30-0[30]
| Konstanz von Jelletts Integral |
|---|
| Die Zeitableitung der Jellett-Konstante verschwindet bei ausschlieĂlicher Gleitreibung, weil das Moment der Aufstandskraft den axialen Drehimpuls verlustfrei in vertikalen umsetzt und umgekehrt. Denn beim symmetrischen Kreisel sind der Drehimpuls, die Winkelgeschwindigkeit und die Figurenachse komplanar: L â â
( Ï â Ă e ^ 3 ) = 0 {\displaystyle {\vec {L}}\cdot ({\vec {\omega }}\times {\hat {e}}_{3})=0} , siehe Symmetrischer Kreisel#Winkelgeschwindigkeit und Drehimpuls . Die zeitliche Ableitung körperfester Vektoren berechnet sich aus dem Kreuzprodukt mit der Winkelgeschwindigkeit, was insbesondere die Konsequenz L â â
e ^ Ë 3 = L â â
( Ï â Ă e ^ 3 ) = 0 {\displaystyle {\vec {L}}\cdot {\dot {\hat {e}}}_{3}={\vec {L}}\cdot ({\vec {\omega }}\times {\hat {e}}_{3})=0} hat. Nach dem Drallsatz M â = L â Ë {\displaystyle {\vec {M}}={\dot {\vec {L}}}} ist die zeitliche Ableitung L â Ë {\displaystyle {\dot {\vec {L}}}} des Drehimpulses um den Massenmittelpunkt gleich dem Moment M â = a â Ă N â {\displaystyle {\vec {M}}={\vec {a}}\times {\vec {N}}} , das im Massenmittelpunkt durch die im Aufstandspunkt angreifende Kraft N â {\displaystyle {\vec {N}}} aufgebracht wird. Die Kraft muss nicht senkrecht zur Unterlage wirken und beinhaltet ausdrĂŒcklich auch etwaige ReibkrĂ€fte. Nun ist nach der Produktregel ( L â â
e ^ 3 ) Ë = L â Ë â
e ^ 3 + L â â
e ^ Ë 3 = M â â
e ^ 3 = ( ( â s e ^ 3 â Ï e ^ z ) Ă N â ) â
e ^ 3 = Ï ( e ^ z Ă e ^ 3 ) â
N â {\displaystyle {\begin{aligned}({\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{3}{\dot {)\;}}=&{\dot {\vec {L}}}\cdot {\hat {e}}_{3}+{\vec {L}}\cdot {\dot {\hat {e}}}_{3}={\vec {M}}\cdot {\hat {e}}_{3}\\=&{\big (}(-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z})\times {\vec {N}}{\big )}\cdot {\hat {e}}_{3}=\rho ({\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{3})\cdot {\vec {N}}\end{aligned}}} wo ausgenutzt wurde, dass im Spatprodukt die Faktoren zyklisch vertauscht werden dĂŒrfen. In gleicher Weise zeigt sich ( L â â
e ^ z ) Ë = L â Ë â
e ^ z = M â â
e ^ z = ( ( â s e ^ 3 â Ï e ^ z ) Ă N â ) â
e ^ z = â s ( e ^ z Ă e ^ 3 ) â
N â {\displaystyle {\begin{aligned}({\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{z}{\dot {)\;}}=&{\dot {\vec {L}}}\cdot {\hat {e}}_{z}={\vec {M}}\cdot {\hat {e}}_{z}\\=&{\big (}(-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z})\times {\vec {N}}{\big )}\cdot {\hat {e}}_{z}=-s({\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{3})\cdot {\vec {N}}\end{aligned}}} Das lĂ€sst sich kombinieren zu 0 = â s ( L â â
e ^ 3 ) Ë â Ï ( L â â
e ^ z ) Ë = [ L â â
( â s e ^ 3 â Ï e ^ z ) ] Ë = ( L â â
a â ) Ë {\displaystyle 0=-s({\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{3}{\dot {)\;}}-\rho ({\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{z}{\dot {)\;}}=[{\vec {L}}\cdot (-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z}){\dot {]\;}}=({\vec {L}}\cdot {\vec {a}}{\dot {)\;}}} weswegen Jelletts Integral unabhĂ€ngig von der Aufstandskraft N â {\displaystyle {\vec {N}}} und deren Reibanteil eine Konstante liefert. |
| NĂ€heres zur Zerlegung des Drehimpulses |
|---|
| Der Drehimpuls wird gemÀà L â = J a â â
Î â
a â Î â
a â + L â â„ =: L â â„ + L â â„ {\displaystyle {\vec {L}}={\frac {J}{{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}}}\mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}+{\vec {L}}_{\bot }=:{\vec {L}}_{\parallel }+{\vec {L}}_{\bot }} zerlegt in eine Komponente L â â„ {\displaystyle {\vec {L}}_{\bot }} , die wegen a â â
L â â„ = a â â
L â â J a â â
Î â
a â a â â
Î â
a â = 0 {\displaystyle {\vec {a}}\cdot {\vec {L}}_{\bot }={\vec {a}}\cdot {\vec {L}}-{\frac {J}{{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}}}{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}=0} senkrecht zu GT ist, und eine Komponente L â â„ {\displaystyle {\vec {L}}_{\parallel }} , die, wie sich zeigt, in der PrĂ€zessionsebene liegt. Denn jeder axiale Vektor wird durch den TrĂ€gheitstensor lediglich mit dem Faktor C und jeder Ă€quatoriale lediglich mit dem Faktor A gestreckt . Somit liegt mit a â = â s e ^ 3 â Ï e ^ z {\displaystyle {\vec {a}}=-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z}} = GT auch Î â
a â {\displaystyle \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}} in der von ĂȘ 3 und ĂȘ z erzeugten PrĂ€zessionsebene. Im Allgemeinen ist L â â„ â
L â â„ â 0 {\displaystyle {\vec {L}}_{\parallel }\cdot {\vec {L}}_{\bot }\neq 0} . Die Winkelgeschwindigkeit lautet Ï â = Î â 1 â
L â = J a â â
Î â
a â a â + Î â 1 â
L â â„ {\displaystyle {\vec {\omega }}=\mathbf {\Theta } ^{-1}\cdot {\vec {L}}={\frac {J}{{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}}}{\vec {a}}+\mathbf {\Theta } ^{-1}\cdot {\vec {L}}_{\bot }} womit sich die Rotationsenergie um den Massenmittelpunkt berechnet zu E rot := 1 2 Ï â â
L â = J 2 a â â
Î â
a â Ï â â
Î â L â â
a â â J + 1 2 ( J a â â
Î â
a â a â + Î â 1 â
L â â„ ) â
L â â„ = J 2 2 / a â / 2 Î a + 1 2 L â â„ â
Î â 1 â
L â â„ {\displaystyle {\begin{aligned}E_{\text{rot}}:=&{\frac {1}{2}}{\vec {\omega }}\cdot {\vec {L}}={\frac {J}{2{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}}}\underbrace {\overbrace {{\vec {\omega }}\cdot \mathbf {\Theta } } ^{\vec {L}}\cdot {\vec {a}}} _{J}+{\frac {1}{2}}\left({\frac {J}{{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}}}{\vec {a}}+\mathbf {\Theta } ^{-1}\cdot {\vec {L}}_{\bot }\right)\cdot {\vec {L}}_{\bot }\\=&{\frac {J^{2}}{2/{\vec {a}}/^{2}\Theta _{a}}}+{\frac {1}{2}}{\vec {L}}_{\bot }\cdot \mathbf {\Theta } ^{-1}\cdot {\vec {L}}_{\bot }\end{aligned}}} Durch algebraische Umformungen kann weiters / a â / = Ï ( α + u ) 2 + 1 â u 2 Î a := a â â
Î â
a â / a â / 2 = ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) ( α + u ) 2 + 1 â u 2 C {\displaystyle {\begin{aligned}/{\vec {a}}/=&\rho {\sqrt {(\alpha +u)^{2}+1-u^{2}}}\\\Theta _{a}:=&{\frac {{\vec {a}}\cdot \mathbf {\Theta } \cdot {\vec {a}}}{/{\vec {a}}/^{2}}}={\frac {(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})}{(\alpha +u)^{2}+1-u^{2}}}C\end{aligned}}} nachgewiesen werden. Darin ist α = s/Ï, Îł = A/C und u = cos(Ï) der Cosinus des Neigungswinkels Ï des Kreisels. |
RegulÀre PrÀzession
Siehe auch
:
RegulÀre PrÀzession
Bei der regulĂ€ren PrĂ€zession ruht der Massenmittelpunktcite-ref-31[31] und sind die Winkelgeschwindigkeiten um die Lotrichtung und Figurenachse sowie die Neigung der Figurenachse konstant. Beim reibungsbehafteten Spielkreisel findet nur dann keine #Dissipation der Energie durch Reibung statt, wenn die untere Kreiselspitze auf dem Untergrund gleitungslos abrollt. Dazu mĂŒssen PrĂ€zessionsgeschwindigkeit, Eigendrehung und Neigung aufeinander abgestimmt sein. Aus der Bedingung an den Drehimpuls bei der regulĂ€ren PrĂ€zession Lf Lv = Amgs resultiert die PrĂ€zessionsgeschwindigkeit
Ï Ï Ë Ë = m g s C [ α α + ( 1 â â Îł Îł ) u ] {\displaystyle {\dot {\psi }}={\sqrt {\frac {mgs}{C[\alpha +(1-\gamma )u]}}}}
Damit eine regulÀre PrÀzession stattfinden kann, muss der Ausdruck in der eckigen Klammer im Nenner positiv sein. Wegen der Rollbedingung gibt es, anders als im reibungsfreien Fall, zu jedem Neigungswinkel höchstens eine PrÀzessionsgeschwindigkeit.
Der Betrag von #Jelletts Integral nimmt die Formcite-ref-32[32]
J R ( u ) = J ÎČ ÎČ ( α α + u ) 2 + Îł Îł ( 1 â â u 2 ) α α + ( 1 â â Îł Îł ) u {\displaystyle J_{R}(u)=J_{\beta }{\frac {(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})}{\sqrt {\alpha +(1-\gamma )u}}}}
an, worin JÎČ = Ïâ(Cmgs) eine Kreisel eigene Konstante mit der Dimension des Jellett-Integrals ist.
| Herleitung der PrÀzessionsgeschwindigkeit |
|---|
| Die mit den EulerÊčschen Winkeln Ï, Ï und Ï ausgedrĂŒckten Winkelgeschwindigkeiten p, q, r = Ï 1,2,3 und Hauptachsen ĂȘ 1,2,3 , siehe Kreiseltheorie#Bezugssysteme und Euler-Winkel , liefern bei ruhendem Aufstandspunkt ( Ï Ë = α Ï Ë {\displaystyle {\dot {\varphi }}=\alpha {\dot {\psi }}} siehe unten): L z := L â â
e ^ z = A p sin ⥠( Ï ) sin ⥠( Ï ) + A q sin ⥠( Ï ) cos ⥠( Ï ) + C r cos ⥠( Ï ) = ( A sin 2 ⥠( Ï ) + C cos 2 ⥠( Ï ) ) Ï Ë + C cos ⥠( Ï ) Ï Ë L 3 := L â â
e ^ 3 = C r = C ( Ï Ë cos ⥠( Ï ) + Ï Ë ) L â = L v e ^ z + L f e ^ 3 L v = L z â L 3 cos ⥠( Ï ) sin 2 ⥠( Ï ) = A Ï Ë L f = L 3 â L z cos ⥠( Ï ) sin 2 ⥠( Ï ) = C [ α + ( 1 â Îł ) cos ⥠( Ï ) ] Ï Ë {\displaystyle {\begin{aligned}L_{z}:=&{\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{z}=Ap\sin(\vartheta )\sin(\varphi )+Aq\sin(\vartheta )\cos(\varphi )+Cr\cos(\vartheta )\\=&{\big (}A\sin ^{2}(\vartheta )+C\cos ^{2}(\vartheta ){\big )}{\dot {\psi }}+C\cos(\vartheta ){\dot {\varphi }}\\L_{3}:=&{\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{3}=Cr=C{\big (}{\dot {\psi }}\cos(\vartheta )+{\dot {\varphi }}{\big )}\\{\vec {L}}=&L_{v}{\hat {e}}_{z}+L_{f}{\hat {e}}_{3}\\L_{v}=&{\frac {L_{z}-L_{3}\cos(\vartheta )}{\sin ^{2}(\vartheta )}}=A{\dot {\psi }}\\L_{f}=&{\frac {L_{3}-L_{z}\cos(\vartheta )}{\sin ^{2}(\vartheta )}}=C[\alpha +(1-\gamma )\cos(\vartheta )]{\dot {\psi }}\end{aligned}}} Die Bedingung an den Drehimpuls bei der regulĂ€ren PrĂ€zession L f L v = Amgs liefert schlieĂlich die im Text angegebene PrĂ€zessionsgeschwindigkeit Ï Ë = m g s C [ α + ( 1 â Îł ) u ] {\displaystyle {\dot {\psi }}={\sqrt {\frac {mgs}{C[\alpha +(1-\gamma )u]}}}} |
| Ruhbedingung des Aufstandspunkts |
| Der Massenmittelpunkt G wird mit dem Vektor G â {\displaystyle {\vec {G}}} identifiziert und genauso der unterste Kreiselpunkt T mit T â = G â + a â {\displaystyle {\vec {T}}={\vec {G}}+{\vec {a}}} , wobei der Vektor a â = â s e ^ 3 â Ï e ^ z {\displaystyle {\vec {a}}=-s\,{\hat {e}}_{3}-\rho \,{\hat {e}}_{z}} von G nach T körperfest ist. Die Geschwindigkeit von T lautet demnach T â Ë = G â Ë + Ï â Ă a â = G â Ë â Ï â Ă ( s e ^ 3 + Ï e ^ z ) {\displaystyle {\dot {\vec {T}}}={\dot {\vec {G}}}+{\vec {\omega }}\times {\vec {a}}={\dot {\vec {G}}}-{\vec {\omega }}\times (s\,{\hat {e}}_{3}+\rho \,{\hat {e}}_{z})} Bei der regulĂ€ren PrĂ€zession ist die Winkelgeschwindigkeit parallel zu GT ( Ï â Ă a â = 0 â {\displaystyle {\vec {\omega }}\times {\vec {a}}={\vec {0}}} ) und ruht T, weswegen der Massenmittelpunkt stillsteht. Die Winkelgeschwindigkeit kann mit den EulerÊčschen Winkeln Ï, Ï und Ï im EulerÊčschen Basissystem ausgedrĂŒckt werden: Ï â = Ï Ë e ^ z + Ï Ë e ^ N + Ï Ë e ^ 3 {\displaystyle {\vec {\omega }}={\dot {\psi }}\,{\hat {e}}_{z}+{\dot {\vartheta }}\,{\hat {e}}_{N}+{\dot {\varphi }}\,{\hat {e}}_{3}} , worin der Vektor sin ⥠( Ï ) e ^ N = e ^ z Ă e ^ 3 {\displaystyle \sin(\vartheta )\,{\hat {e}}_{N}={\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{3}} in Knotenrichtung weist, siehe Kreiseltheorie#Bezugssysteme und Euler-Winkel . Mit α = s/Ï ergibt sich die Geschwindigkeit T â Ë = G â Ë h + [ G Ë z + s Ï Ë sin ⥠( Ï ) ] e ^ z + ( G â â
e ^ z ) Ï Ë e ^ z Ă e ^ N + Ï ( Ï Ë â α Ï Ë ) e ^ z Ă e ^ 3 {\displaystyle {\dot {\vec {T}}}={\dot {\vec {G}}}_{h}+[{\dot {G}}_{z}+s{\dot {\vartheta }}\sin(\vartheta )]\,{\hat {e}}_{z}+({\vec {G}}\cdot {\hat {e}}_{z}){\dot {\vartheta }}\,{\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{N}+\rho ({\dot {\varphi }}-\alpha {\dot {\psi }})\,{\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{3}} Es existiert keine Horizontalgeschwindigkeit G â Ë h {\displaystyle {\dot {\vec {G}}}_{h}} und keine Vertikalgeschwindigkeit G Ë z {\displaystyle {\dot {G}}_{z}} und der Neigungswinkel Ï ist konstant. Bei still stehendem Aufstandspunkt T folgt aus dem letzten Summand Ï Ë = α Ï Ë {\displaystyle {\dot {\varphi }}=\alpha {\dot {\psi }}} . |
| Herleitung der Funktion J R ( u ) |
|---|
| Mit den Zwischenergebnissen aus der Herleitung der PrĂ€zessionsgeschwindigkeit und der AbkĂŒrzung u = cos(Ï) entsteht der Drehimpuls L â = L v e ^ z + L f e ^ 3 = Ï Ë { A e ^ z + C [ α + ( 1 â Îł ) u ] e ^ 3 } {\displaystyle {\vec {L}}=L_{v}\,{\hat {e}}_{z}+L_{f}\,{\hat {e}}_{3}={\dot {\psi }}\{A\,{\hat {e}}_{z}+C[\alpha +(1-\gamma )u]\,{\hat {e}}_{3}\}} und mit der PrĂ€zessionsgeschwindigkeit Ï Ë = m g s C [ α + ( 1 â Îł ) u ] = J ÎČ Ï C α + ( 1 â Îł ) u {\displaystyle {\dot {\psi }}={\sqrt {\frac {mgs}{C[\alpha +(1-\gamma )u]}}}={\frac {J_{\beta }}{\rho C{\sqrt {\alpha +(1-\gamma )u}}}}} der Betrag des Jellett-Integrals J R ( u ) := / L â â
a â / = L â â
( s e ^ 3 + Ï e ^ z ) = J ÎČ ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) α + ( 1 â Îł ) u {\displaystyle J_{R}(u):=/{\vec {L}}\cdot {\vec {a}}/={\vec {L}}\cdot (s{\hat {e}}_{3}+\rho {\hat {e}}_{z})=J_{\beta }{\frac {(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})}{\sqrt {\alpha +(1-\gamma )u}}}} Darin ist J ÎČ = Ïâ( Cmgs ) eine Kreisel eigene Konstante. |
Wenn âJâ = JR(u) ist, ist die #StabilitĂ€t der stationĂ€ren Bewegungen gegeben, weil dann die Gesamtenergie des Spielkreisels als Funktion des Neigungswinkels in u stationĂ€r istcite-ref-rauch353-33-0[33]. Im Folgenden werden einige Merkmale von JR(u) aufgefĂŒhrt.
Die Randwerte
J R 1 := J R ( 1 ) = J ÎČ ÎČ ( 1 + α α ) 2 α α â â Îł Îł + 1 J R â â 1 := J R ( â â 1 ) = J ÎČ ÎČ ( 1 â â α α ) 2 α α + Îł Îł â â 1 {\displaystyle {\begin{aligned}J_{R1}:=&J_{R}(1)={\frac {J_{\beta }(1+\alpha )^{2}}{\sqrt {\alpha -\gamma +1}}}\\J_{R-1}:=&J_{R}(-1)={\frac {J_{\beta }(1-\alpha )^{2}}{\sqrt {\alpha +\gamma -1}}}\end{aligned}}}
sind Kreisel eigene Konstanten. Wenn JR(u) im Intervall u â â
â [-1:1] eine monotone Funktion von u ist, dann gibt es zu jedem Jellett-Integral zwischen den Randwerten in â
genau eine mögliche Neigung des Kreisels, mit der der Kreisel regulĂ€r prĂ€zedieren kann. Wenn andernfalls irgendwo in â
die Ableitung
J R âČ ( u ) := d J R d u = J ÎČ ÎČ 3 [ α α + ( 1 â â Îł Îł ) u ] 2 â â Îł Îł ( 1 â â α α 2 â â Îł Îł ) 2 [ α α + ( 1 â â Îł Îł ) u ] 3 2 {\displaystyle {J_{R}}'(u):={\frac {\mathrm {d} J_{R}}{\mathrm {d} u}}=J_{\beta }{\frac {3[\alpha +(1-\gamma )u]^{2}-\gamma (1-\alpha ^{2}-\gamma )}{2[\alpha +(1-\gamma )u]^{\frac {3}{2}}}}}
null ist, gibt es Extremwerte, in deren Umgebung zu einem Wert des Integrals zwei mögliche Neigungswinkel existieren. In physikalisch erreichbaren Nullstellen JR'(um) = 0 gilt
u m = â â α α + Îł Îł 3 ( 1 â â α α 2 â â Îł Îł ) 1 â â Îł Îł J R m := J R ( u m ) = 4 J ÎČ ÎČ 1 â â Îł Îł ( Îł Îł 3 ( 1 â â α α 2 â â Îł Îł ) ) 3 4 {\displaystyle {\begin{aligned}u_{m}=&{\frac {-\alpha +{\sqrt {{\frac {\gamma }{3}}(1-\alpha ^{2}-\gamma )}}}{1-\gamma }}\\J_{Rm}:=&J_{R}(u_{m})={\frac {4J_{\beta }}{1-\gamma }}\left({\frac {\gamma }{3}}(1-\alpha ^{2}-\gamma )\right)^{\frac {3}{4}}\end{aligned}}}
was bei realen Bewegungen nur sein kann, wenn
œ < Îł = A/C < 1 - αÂČ
also beim abgeplatteten Kreisel, mit stumpfer Kreiselspitze α = s/Ï < 1/â2 â 0,7.
Gesamtenergie des Spielkreisels
Die Gesamtenergie E = Etra + Erot + Epot des Spielkreisels setzt sich zusammen aus seiner
âą Translationsenergie E tra = m 2 G â â Ë Ë â
â
G â â Ë Ë {\displaystyle E_{\text{tra}}={\tfrac {m}{2}}{\dot {\vec {G}}}\cdot {\dot {\vec {G}}}} ,
âą Rotationsenergie bezĂŒglich des Massenmittelpunkts E rot = 1 2 Ï Ï â â â
â
L â â = 1 2 A L â â â
â
L â â + A â â C 2 A C L 3 2 {\displaystyle E_{\text{rot}}={\tfrac {1}{2}}{\vec {\omega }}\cdot {\vec {L}}={\tfrac {1}{2A}}{\vec {L}}\cdot {\vec {L}}+{\tfrac {A-C}{2AC}}L_{3}^{2}} und
âą Lageenergie E pot = m g G â â â
â
e ^ ^ z {\displaystyle E_{\text{pot}}=mg{\vec {G}}\cdot {\hat {e}}_{z}}
Mit den im Abschnitt #Bewegungsgleichungen angegebenen ZusammenhÀngen, insbesondere
Ï Ï â â = 1 A L â â + A â â C A C ( L â â â
â
e ^ ^ 3 ) e ^ ^ 3 {\displaystyle {\vec {\omega }}={\frac {1}{A}}{\vec {L}}+{\frac {A-C}{AC}}({\vec {L}}\cdot {\hat {e}}_{3})\,{\hat {e}}_{3}}
zeigt sich beim aufstehenden Kreisel:cite-ref-rauch339-17-1[17]
E = J 2 2 | a â â | 2 Î Î a + m g Ï Ï ( 1 + α α u ) + 1 2 L â â â„ â„ â
â
Î Î â â 1 â
â
L â â â„ â„ + m 2 [ G Ë Ë h 2 + ( s A L â â â„ â„ â
â
( e ^ ^ z Ă Ă e ^ ^ 3 ) ) 2 ] {\displaystyle {\begin{aligned}E=&{\frac {J^{2}}{2|{\vec {a}}|^{2}\Theta _{a}}}+mg\rho (1+\alpha u)\\&+{\frac {1}{2}}{\vec {L}}_{\bot }\cdot \mathbf {\Theta } ^{-1}\cdot {\vec {L}}_{\bot }+{\frac {m}{2}}\left[{\dot {G}}_{h}^{2}+\left({\frac {s}{A}}{\vec {L}}_{\bot }\cdot ({\hat {e}}_{z}\times {\hat {e}}_{3})\right)^{2}\right]\end{aligned}}}
Hier tauchen ein Drehimpuls L â â â„ â„ {\displaystyle {\vec {L}}_{\bot }} senkrecht zu a â â {\displaystyle {\vec {a}}} und #Jelletts Integral J auf, die dort definiert wurden. Die horizontale Schwerpunktsgeschwindigkeit G Ë Ë h {\displaystyle {\dot {G}}_{h}} und der Drehimpuls L â â â„ â„ {\displaystyle {\vec {L}}_{\bot }} gehen bei AnnĂ€herung an eine stationĂ€re Bewegung gegen null, sodass in einer solchen nur die ersten beiden Summanden ĂŒbrig bleiben.cite-ref-rauch340-30-1[30]
Dissipation der Energie durch Reibung
Ohne Kontakt zur Unterlage bleibt die Gesamtenergie unter der hier getroffenen BeschrĂ€nkung auf Gleitreibung erhalten. Bei Kontakt besitzt der unterste Kreiselpunkt keine Geschwindigkeit senkrecht zur Unterlage, also ( G â â Ë Ë + Ï Ï â â Ă Ă a â â ) â
â
e ^ ^ z = 0 {\displaystyle ({\dot {\vec {G}}}+{\vec {\omega }}\times {\vec {a}})\cdot {\hat {e}}_{z}=0} . Damit und mit den #Bewegungsgleichungen berechnet sich die Zeitableitung der Gesamtenergie des aufstehenden Kreisels zu
E Ë Ë = ( G â â Ë Ë + Ï Ï â â Ă Ă a â â ) â
â
R â â {\displaystyle {\dot {E}}=\left({\dot {\vec {G}}}+{\vec {\omega }}\times {\vec {a}}\right)\cdot {\vec {R}}}
Bei einer stationÀren Bewegung auf der Unterlage muss der unterste Kreiselpunkt zu jedem Zeitpunkt ruhen, was bei der Rotation mit vertikaler Figurenachse und der #RegulÀre PrÀzession mit still stehendem Massenmittelpunkt der Fall ist.
StabilitÀt der stationÀren Bewegungen
Eine stationĂ€re Bewegung des Kreisels ist genau dann stabil, wenn seine Gesamtenergie in einem lokalen Minimum ist. Die Bedingungen hierfĂŒr fasst die Tabelle zusammen (u = cos(Ï)).cite-ref-34[34]
| Symbol | Bewegungsform | Neigung | StabilitÀtskriterium |
|---|---|---|---|
| ⌠| Rotation um lotrechte aufrechte Figurenachse | u = 1 | Îł < 1 + α und â J â > J R1 |
| âČ | Rotation mit lotrecht hĂ€ngender Figurenachse | u = -1 | Îł < 1 - α oder â J â < J R-1 |
| â | RegulĂ€re PrĂ€zession | -1 < u < 1 | Îł > 1 - αÂČ oder u > u m |
Unter den umgekehrten Bedingungen ist die Gesamtenergie in einem lokalen Maximum und die Bewegung instabil.
| Symbol | Bewegungsform | Neigung | Kriterium fĂŒr InstabilitĂ€t |
|---|---|---|---|
| ✠| Rotation um lotrechte aufrechte Figurenachse | u = 1 | Îł â„ 1 + α oder â J â †J R1 |
| âł | Rotation mit lotrecht hĂ€ngender Figurenachse | u = -1 | Îł â„ 1 - α und â J â â„ J R-1 |
| â | RegulĂ€re PrĂ€zession | -1 < u < 1 | Îł †1 - αÂČ und u †u m |
Der GröĂenvergleich mit JR1, JR-1 oder um wird nur bei reellen Werten herangezogen.
| Gesamtenergie der stationÀren Bewegungen |
|---|
| Die Gesamtenergie bleibt nicht nur beim abgehobenen Kreisel konstant, sondern auch dann, wenn der unterste Kreiselpunkt auf der Unterlage stillsteht, er also nicht gleitet. Dann rotiert der Kreisel mit lotrechter Figurenachse oder die untere Kreiselspitze rollt bei einer regulĂ€ren PrĂ€zession gleitungslos auf der Unterlage ab. In diesen Gleichgewichtslösungen ruht der Massenmittelpunkt, ist L â â„ = 0 â {\displaystyle {\vec {L}}_{\bot }={\vec {0}}} , die Energie in einem lokalen Extremum und mit gegebenen Jellett-Integral J eine Funktion des Neigungswinkels allein: [ 33 ] E = 2 J ÎČ 2 ( 1 + α u ) [ ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) ] + α J 2 2 Ï 2 C α [ ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) ] E , u := d E d u = J ÎČ 2 [ ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) ] 2 â J 2 [ α + ( 1 â Îł ) u ] Ï 2 C [ ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) ] 2 E , Ï := d E d Ï = d E d u d u d Ï = â sin ⥠( Ï ) E , u {\displaystyle {\begin{aligned}E=&{\frac {2J_{\beta }^{2}(1+\alpha u)[(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})]+\alpha J^{2}}{2\rho ^{2}C\alpha [(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})]}}\\E_{,u}:=&{\frac {\mathrm {d} E}{\mathrm {d} u}}={\frac {J_{\beta }^{2}[(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})]^{2}-J^{2}[\alpha +(1-\gamma )u]}{\rho ^{2}C[(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})]^{2}}}\\E_{,\vartheta }:=&{\frac {\mathrm {d} E}{\mathrm {d} \vartheta }}={\frac {\mathrm {d} E}{\mathrm {d} u}}{\frac {\mathrm {d} u}{\mathrm {d} \vartheta }}=-\sin(\vartheta )E_{,u}\end{aligned}}} Die Konstante J ÎČ = Ïâ( Cmgs ) hat die Dimension des Jellett-Integrals J . Die Gesamtenergie ist stationĂ€r, wenn E ,Ï = 0 und somit sin(Ï) = 0 ist, die Figurenachse also lotrecht, oder wenn E ,u = 0 ist. Der ZĂ€hler in E ,u kann mit der dritten binomischen Formel in ein Produkt umgewandelt werden, das verschwindet, wenn â J â = J R ( u ), eine IdentitĂ€t, die die regulĂ€re PrĂ€zession erfĂŒllt. Die Gesamtenergie ist bei Drehung mit lotrechter Figurenachse und bei der regulĂ€ren PrĂ€zession stationĂ€r. |
| Minima der Energie |
|---|
| In einem Minimum der Gesamtenergie ist die Bewegung stabil und die zweite Ableitung der Gesamtenergie nach dem Neigungswinkel positiv. Es berechnet sich: E , u u := d 2 E d u 2 = J 2 Ï 2 C 3 [ α + ( 1 â Îł ) u ] 2 + Îł ( α 2 + Îł â 1 ) [ ( α + u ) 2 + Îł ( 1 â u 2 ) ] 3 E , Ï Ï := d 2 E d Ï 2 = â cos ⥠( Ï ) E , u + sin 2 ⥠( Ï ) E , u u = â u E , u + ( 1 â u 2 ) E , u u {\displaystyle {\begin{aligned}E_{,uu}:=&{\frac {\mathrm {d} ^{2}E}{\mathrm {d} u^{2}}}={\frac {J^{2}}{\rho ^{2}C}}{\frac {3[\alpha +(1-\gamma )u]^{2}+\gamma (\alpha ^{2}+\gamma -1)}{[(\alpha +u)^{2}+\gamma (1-u^{2})]^{3}}}\\E_{,\vartheta \vartheta }:=&{\frac {\mathrm {d} ^{2}E}{\mathrm {d} \vartheta ^{2}}}=-\cos(\vartheta )E_{,u}+\sin ^{2}(\vartheta )E_{,uu}=-uE_{,u}+(1-u^{2})E_{,uu}\end{aligned}}} Bei lotrechter Figurenachse ( u = ±1) hat E ,ÏÏ das Vorzeichen von - u E ,u . Beim aufrecht stehenden Kreisel ist u = 1 und die Energie im Minimum, wenn E ,u < 0 also ( α â Îł + 1 ) J 2 > J ÎČ 2 ( 1 + α ) 4 â Îł < 1 + α und / J / > J ÎČ ( 1 + α ) 2 α â Îł + 1 = J R 1 {\displaystyle {\begin{aligned}&(\alpha -\gamma +1)J^{2}>J_{\beta }^{2}(1+\alpha )^{4}\\\rightarrow \quad &\gamma <1+\alpha \quad {\text{und}}\quad /J/>{\frac {J_{\beta }(1+\alpha )^{2}}{\sqrt {\alpha -\gamma +1}}}=J_{R1}\end{aligned}}} Beim lotrecht hĂ€ngenden Kreisel ist u = -1 und die Energie im Minimum, wenn E ,u > 0 also ( α + Îł â 1 ) J 2 < J ÎČ 2 ( 1 â α ) 4 â Îł < 1 â α oder / J / < J ÎČ ( 1 â α ) 2 α + Îł â 1 = J R â 1 {\displaystyle {\begin{aligned}&(\alpha +\gamma -1)J^{2}<J_{\beta }^{2}(1-\alpha )^{4}\\\rightarrow \quad &\gamma <1-\alpha \quad {\text{oder}}\quad /J/<{\frac {J_{\beta }(1-\alpha )^{2}}{\sqrt {\alpha +\gamma -1}}}=J_{R-1}\end{aligned}}} Bei einer regulĂ€ren PrĂ€zession ist die Figurenachse nicht lotrecht, -1 < u < 1, α + (1 - Îł) u > 0 und E ,u = 0. Dann hat E ,ÏÏ das Vorzeichen von E ,uu , was wegen E , u u > 0 â 3 [ α + ( 1 â Îł ) u ] 2 > Îł ( 1 â α 2 â Îł ) {\displaystyle E_{,uu}>0\quad \leftrightarrow \quad 3[\alpha +(1-\gamma )u]^{2}>\gamma (1-\alpha ^{2}-\gamma )} unter den Bedingungen Îł > 1 â α 2 oder u > â α + Îł 3 ( 1 â α 2 â Îł ) 1 â Îł = u m {\displaystyle \gamma >1-\alpha ^{2}\quad {\text{oder}}\quad u>{\frac {-\alpha +{\sqrt {{\frac {\gamma }{3}}(1-\alpha ^{2}-\gamma )}}}{1-\gamma }}=u_{m}} positiv ist. |
| Einteilung des α-γ-Parameterraums |
|---|
| Die in Abb. 6 eingezeichneten Grenzen ergeben sich aus folgenden Bedingungen, die fĂŒr regulĂ€re PrĂ€zessionen relevant sind: α + ( 1 â Îł ) u / u = 1 = 0 â Îł = 1 + α α + ( 1 â Îł ) u / u = â 1 = 0 â Îł = 1 â α α + ( 1 â Îł ) u / u = u m = 0 â Îł = 1 â α 2 u m = 1 â Îł 1 , 2 = 1 8 ( 1 + α ) ( 7 â α ± ( 7 â α ) 2 â 48 ) u m = â 1 â Îł = 1 8 ( 1 â α ) ( 7 + α + ( 7 + α ) 2 â 48 ) J R â 1 = J R 1 â Îł = ( 1 â α 2 ) ( 1 + 3 α 2 ) 1 + 6 α 2 + α 4 {\displaystyle {\begin{aligned}\left.\alpha +(1-\gamma )u\right/_{u=1}=0\;\rightarrow &\;\;\gamma =1+\alpha \\\left.\alpha +(1-\gamma )u\right/_{u=-1}=0\;\rightarrow &\;\;\gamma =1-\alpha \\\left.\alpha +(1-\gamma )u\right/_{u=u_{m}}=0\;\rightarrow &\;\;\gamma =1-\alpha ^{2}\\u_{m}=1\;\rightarrow &\;\;\gamma _{1,2}={\frac {1}{8}}(1+\alpha )\left(7-\alpha \pm {\sqrt {(7-\alpha )^{2}-48}}\right)\\u_{m}=-1\;\rightarrow &\;\;\gamma ={\frac {1}{8}}(1-\alpha )\left(7+\alpha +{\sqrt {(7+\alpha )^{2}-48}}\right)\\J_{R-1}=J_{R1}\;\rightarrow &\;\;\gamma ={\frac {(1-\alpha ^{2})(1+3\alpha ^{2})}{1+6\alpha ^{2}+\alpha ^{4}}}\end{aligned}}} Die ersten drei Bedingungen beranden Gebiete, in denen die PrĂ€zessionsgeschwindigkeit ĂŒber alle Grenzen wachsen kann und regulĂ€re PrĂ€zessionen nicht mit jeder Neigung möglich sind (Ib, IIb). Die beiden folgenden Bedingungen beranden Gebiete, in denen J R ( u ) im physikalisch erreichbaren Bereich ein lokales Minimum J Rm = J R ( u m ) aufweist, der Kreisel also zu einem gegebenen â J â â [ J Rm : min( J R-1 , J R1 )] regulĂ€re PrĂ€zessionen mit zwei verschiedenen Neigungswinkeln ausfĂŒhren kann. Die sechste und letzte Bedingung trennt die Bereiche ⣠und â€, in denen es an einer Stelle u k â ]-1: 1[ eine regulĂ€re PrĂ€zession mit â J â = J R-1 oder â J â = J R1 gibt: Im Bereich ⣠ist J R-1 > J R1 , J R ( u ) im Intervall [-1: u k [ monoton fallend und gibt es zu jedem â J â â ] J Rm : J R1 ] zwei regulĂ€re PrĂ€zessionen mit u 1,2 â [ u k : 1]. Im Bereich †ist andererseits J R-1 < J R1 , gibt es zu jedem â J â â ] J Rm : J R-1 ] zwei regulĂ€re PrĂ€zessionen mit u 1,2 â [-1: u k ] und ist J R ( u ) im Intervall ] u k : 1] monoton steigend. |
Die Spielkreisel lassen sich durch ihre Parameter α = s/Ï und Îł = A/C acht Bereichen zuordnen, in denen sie gleiches StabilitĂ€tsverhalten aufweisen, siehe Abb. 6. Die acht Bereiche lassen sich wiederum in vier FĂ€lle Ia/b, IIa/b gruppieren.cite-ref-35[35]
Kreiseltyp I: 1 - αÂČ â€ Îł
Die Funktion JR(u) fĂŒr die #RegulĂ€re PrĂ€zession ist, wo sie im physikalisch erreichbaren Bereich reell ist, monoton und es gibt zu jedem J höchstens eine regulĂ€re PrĂ€zession, die dann auch stabil ist (â).
Die Drehung um die hĂ€ngende lotrechte Figurenachse mit u = -1 ist stabil, wenn âJâ < JR-1 (âČ) und instabil, wenn âJâ â„ JR-1 (âł).
Kreiseltyp Ia: 1 - αÂČ â€ Îł < 1 + α
RegulĂ€re PrĂ€zessionen sind im gesamten Intervall -1 < u < 1 möglich und stabil (â).
Rotationen um die vertikale aufrechte Figurenachse mit u = 1 ist stabil, wenn âJâ > JR1 (âŒ) und instabil, wenn âJâ †JR1 (âœ).
Kreiseltyp Ib: 1 + α †γ
RegulĂ€re PrĂ€zessionen sind nur im Intervall -1 < u < α α Îł Îł â â 1 {\displaystyle {\tfrac {\alpha }{\gamma -1}}} möglich und dann auch stabil (â).
Die Drehung um die vertikale aufrechte Figurenachse mit u = 1 ist instabil (âœ).
Kreiseltyp II: Îł †1 - αÂČ
Wegen Îł > œ ist bei diesen Kreiseln α < 1/â2 â 0,7.
In den Zonen âą, â„ und â§ ist die Funktion JR(u), wo sie im physikalisch erreichbaren Bereich reell ist, monoton, wohingegen in den anderen Gebieten, âŁ, †und âŠ, ein lokales Minimum JRm = JR(um) auftritt.
Die Rotation mit lotrecht stehender Figurenachse (u = 1) ist stabil, wenn âJâ > JR1 (âŒ), und sonst instabil (âœ).
Kreiseltyp IIa: 1 - α < Îł †1 - αÂČ
Der Kreisel kann mit jeder Neigung u â [-1: 1] eine regulĂ€re PrĂ€zession ausfĂŒhren, denn die Funktion JR(u) ist im ganzen Intervall definiert.
âą In âą ist um > 1 > u und die zugehörige regulĂ€re PrĂ€zession instabil (â).
âą In ⣠und †gibt es ein Minimum JRm bei um â [-1: 1]. Die regulĂ€ren PrĂ€zessionen mit u < um sind instabil (â) und die anderen stabil (â). Zu jedem âJâ â ] JRm: min(JR-1, JR1)] gibt es zwei regulĂ€re PrĂ€zessionen mit unterschiedlicher Neigung, wobei die schwĂ€cher geneigte dementsprechend stabil (â) und die stĂ€rker geneigte instabil ist (â).
âą In â„ ist um < -1 < u und die zugehörige regulĂ€re PrĂ€zession stabil (â).
Die Rotation mit lotrecht hĂ€ngender Figurenachse (u = -1) ist stabil, wenn âJâ < JR-1 (âČ), und sonst instabil (âł).
Kreiseltyp IIb: œ < Îł †1 - α
RegulĂ€re PrĂ€zessionen können nur im Intervall â â α α 1 â â Îł Îł < u < 1 {\displaystyle -{\tfrac {\alpha }{1-\gamma }}<u<1} und mit betraglich beliebig groĂem J auftreten. Im Gebiet â§ ist um > 1 und es gibt zu jedem âJâ > JR1 genau eine regulĂ€re PrĂ€zession und die ist instabil (â). In der Zone ⊠fĂ€llt JR(u) aus dem Unendlichen kommend auf das Minimum JRm ab, um anschlieĂend nach JR1 anzusteigen. Im abfallenden Ast ]â: JR1] gibt es zu jedem J eine regulĂ€re PrĂ€zession und die ist instabil (â). Zwischen JRm und JR1 gibt es zu jedem J zwei regulĂ€re PrĂ€zessionen, von denen die weniger geneigte stabil (â) und die andere instabil ist (â).
Der lotrecht hĂ€ngende Kreisel ist stabil (âČ).
Siehe auch
Weblinks
Wiktionary: Spielkreisel
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Spielkreisel
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
cite-note-11. â Magnus (1971), S. 266, Grammel (1920), S. 111 und 123, siehe Literatur.
cite-note-rauch352-22. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 352.
cite-note-33. â Magnus (1971), S. 266.
cite-note-grammel111-41. Grammel (1920), S. 111.
cite-note-55. â Felix Klein, Conr. MĂŒller: EncyklopĂ€die der Mathematischen Wissenschaften mit Einschluss ihrer Anwendungen. Mechanik. Hrsg.: Akademien der Wissenschaften zu Göttingen, Leipzig, MĂŒnchen und Wien. Vierter Band, 1. Teilband. B. G. Teubner, 1908, ISBN 978-3-663-16021-2, S. 546, doi:10.1007/978-3-663-16021-2 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 24. Januar 2020] siehe auch wikisource}).
cite-note-66. â Clifford Truesdell: Die Entwicklung des Drallsatzes. In: Gesellschaft fĂŒr Angewandte Mathematik und Mechanik (Hrsg.): Zeitschrift fĂŒr Angewandte Mathematik und Mechanik (= Heft 4/5). Band 44, April 1964, S. 154, doi:10.1002/zamm.19640440402 (wiley.com).
cite-note-77. â Joseph-Louis Lagrange: MĂ©canique Analytique. Tome Second. Corucier, Paris 1815, S. 265 f. (französisch, archive.org [abgerufen am 20. August 2017]). oder Joseph-Louis Lagrange: Analytische Mechanik. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1797 (archive.org [abgerufen am 20. August 2017] Deutsche Ăbersetzung von Friedrich Murhard).
cite-note-magnus266-88. â Magnus (1971), S. 266.
cite-note-jellett-99. â J. H. Jellett: A treatise on the theory of friction. Macmillan Publishers, London 1872, S. 185 (archive.org [abgerufen am 15. Dezember 2018]). In der Kreiseltheorie werden Konstanten der Bewegung als Integral bezeichnet, weil ihre Zeitableitung verschwindet und somit umgekehrt das Zeitintegral eine Konstante liefert.
cite-note-1010. â siehe Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 333 und die Literaturangaben dort.
cite-note-rauch-1111. â siehe Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005)
cite-note-1212. â Edward Routh: A TREATISE ON THE STABILITY OF A GIVEN STATE OF MOTION. PARTICULARLY STEADY MOTION. Macmillan Publishers, London 1877 (archive.org â Dieses Essay wurde 1877 an der Cambridge University mit dem Adams-Preis ausgezeichnet.).
cite-note-1313. â Magnus (1971), S. 271+273, Kuypers und Ucke (1994), S. 215.
cite-note-1414. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 361.
cite-note-1515. â Kuypers und Ucke (1994), S. 215.
cite-note-grammel113-1616. â Grammel (1920), S. 113.
cite-note-rauch339-1717. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 339.
cite-note-grammel116-1818. â Grammel (1920), S. 116.
cite-note-1919. â Magnus (1971), S. 267, Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 336 oder Ciocci und Langerock (2007).
cite-note-rauch337-2020. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 337.
cite-note-2121. â Kuypers und Ucke (1994), S. 214.
cite-note-2222. â Grammel (1920), S. 124 ff.
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cite-note-2424. â Grammel (1920), S. 127.
cite-note-ciocci-langerock-2525. â M. C. Ciocci, B. Langerock: Dynamics of the Tippe Top via Routhian Reduction. In: Regular and Chaotic Dynamics. Band 12, Nr. 6. Springer Nature, 2007, ISSN 1468-4845, S. 602â614, doi:10.1134/S1560354707060032, arxiv:0704.1221 (englisch, Die Euler-Winkel Ï und Ï haben vertauschte Bedeutungen.).
cite-note-2626. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 336.
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cite-note-2929. â Edward Routh: Die Dynamik der Systeme starrer Körper. Die Höhere Dynamik. zweiter Band. B. G. Teubner, Leipzig 1898, S. 192 (archive.org).
cite-note-rauch340-3030. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 340.
cite-note-3131. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 343.
cite-note-3232. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 347.
cite-note-rauch353-3333. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 353 ff. Dort ist cos(Ï) = -u.
cite-note-3434. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 356. Dort ist η3=-u, λ=J und ÎČ=JÎČ. Die Formelzeichen sind im Abschnitt #RegulĂ€re PrĂ€zession definiert.
cite-note-3535. â Rauch-Wojciechowski, Sköldstam und Glad (2005), S. 358 ff. Dort ist η3=-u, λ=J und ÎČ=JÎČ.
Literatur
⹠K. Magnus: Kreisel: Theorie und Anwendungen. Springer, 1971, ISBN 978-3-642-52163-8, S. 266 ff. (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 20. Februar 2018]).
âą R. Grammel: Der Kreisel. Seine Theorie und seine Anwendungen. Vieweg Verlag, Braunschweig 1920, DNB 451641280, S. 111 ff. und 123 ff. (archive.org â âSchwungâ bedeutet Drehimpuls, âDrehstoĂâ etwa Drehmoment und âDrehwuchtâ Rotationsenergie, siehe S. VII).
âą R. Grammel: Der Kreisel. Seine Theorie und seine Anwendungen. 2. ĂŒberarb. Auflage. Band 1. Springer, Berlin, Göttingen, Heidelberg 1950, S. 51, 69, 79.
âą Friedhelm Kuypers, Christian Ucke: Steh' auf Kreisel! In: Physik in unserer Zeit. Band 25, Nr. 5. Wiley Online Library, 1994, ISSN 0031-9252, S. 214â215, doi:10.1002/piuz.19940250503 (wiley.com [abgerufen am 22. Februar 2019]).